Über 500 Jahre am Hauptplatz
Vom „Schwarzen Bären“ zur Apotheke „Zur Mariahilf“: eine Geschichte aus Wiener Neustadt, die bis ins Jahr 1520 zurückreicht — und heute in vierter Generation von der Familie Neubauer fortgeschrieben wird.
1520
Erste urkundliche Erwähnung
Die ersten Protokolle über die heutige Apotheke stammen aus dem Jahr 1520. Ihr Sitz befindet sich damals vermutlich in der Wiener Straße 9, Besitzer ist der Apotheker Hans Jöpl.
1591
Besitzwechsel an Eustachius Hammer
Ein Bericht dokumentiert den Besitzwechsel an den Apotheker Eustachius Hammer.
1592
Umzug an den heutigen Standort
Hammer verlegt seine Apotheke in das Haus in der Ungargasse, Ecke Hauptplatz — wo sie sich noch heute befindet. Die eiserne Tafel rechts neben dem Eingang stammt aus demselben Jahr und zeigt ein Relief einer Madonna mit Kind, ein Hinweis auf den späteren Namen „Maria Hilf“.
16./17. Jh.
„Zum Bären“
In dieser Zeit führte die Apotheke die Namen „Zum Bären“ beziehungsweise „Zum schwarzen Bären“. Ob Eustachius Hammer bereits die Absicht hatte, ihr den Namen „Zur Maria Hilf“ zu geben, ist nicht überliefert.
1605
Weitergabe nach Hammers Tod
Nach dem Tod Eustachius Hammers gelangt die Apotheke vermutlich über heute unbekannte Zwischenbesitzer in die Hand von Gottfried Dauscha.
1942
Familie Neubauer
Seit diesem Jahr befindet sich die Apotheke im Besitz der Familie Dr. Mag. Friedrich Neubauer.
1945
Zerstörung im Krieg
Die Apotheke wird zerbombt.
1951
Wiederaufbau
Das Gebäude wird wiederaufgebaut.
1979
Umbau
Die Apotheke wird umgebaut und erhält im Wesentlichen ihr heutiges Erscheinungsbild.
Heute
Vierte Generation Neubauer
Heute wird die Apotheke „Zur Mariahilf“ von Mag. pharm. Harald Neubauer geführt — mit demselben Anspruch an persönliche Beratung wie vor über 500 Jahren.


Ein Teil unserer historischen Gefäße und Einrichtung ist bis heute in der Apotheke erhalten geblieben und erinnert an über fünf Jahrhunderte Handwerk am Hauptplatz.